Outplacement oder Headhunter

Wo liegen die Unterschiede?

Im Bereich der beruflichen Neuorientierung tauchen schnell Begriffe wie Outplacement, Newplacement oder Headhunting auf. Im schnellen Vergleich scheinen die Aufgabenfelder zu verschwimmen und es ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wo die Vorteile der verschiedenen Verfahren sind.

Was sind die Unterschiede, was hat wo seinen Schwerpunkt und brauche ich überhaupt jemanden an meiner Seite, wenn ich mich beruflich verändern will?

Warum Outplacement oder Headhunting?

Die Gründe, warum ein Headhunter oder ein Outplacement in Frage kommen, sind vielschichtig.

Eine Outplacementberatung wird meistens von Unternehmen genutzt, die beispielsweise aus betrieblichen Gründen Personal abbauen müssen und ihre ausscheidenden Mitarbeiter bei der beruflichen Neuorientierung unterstützen möchten.

Headhunting hingegen richtet sich an Unternehmen, die auf der Suche nach neuen, qualifizierten Mitarbeitern sind und die den Weg einer Stellenausschreibung scheuen.

Die Vorgehensweisen beider Beratungen unterscheidet sich voneinander, obwohl es in gewissen Bereichen Überschneidungen gibt. Am Ende stehen immer der Wunsch, geeignetes Personal und Unternehmen zusammenzubringen.

Was ist Outplacement?

Stehen bei einem Unternehmen tiefgreifende Umstrukturierungen an, die einen Personalabbau notwendig machen, unterstützt ein Outplacementberater das betreffende Unternehmen darin, dass diese Phase geordnet, zügig und vor allem für die ausscheidenden Mitarbeiter so positiv und respektvoll wie möglich verläuft.

Dabei bietet die Outplacementberatung nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Mitarbeitern viele Vorteile. Durch eine persönliche Begleitung der Mitarbeiter, ihre Beratung und Stärkung, gelingt die berufliche Neuorientierung schneller und sicherer.

Eine Outplacementberatung ist viel mehr als nur eine schnelle Vermittlung zwischen Unternehmen und ausscheidendem Mitarbeiter. Die Beratung ist längerfristig angesetzt, begleitet und unterstützt den Mitarbeiter nicht nur während der Kündigungsphase, sondern auch danach. Gemeinsam werden neue berufliche Ziele gesetzt, Stärken und Schwächen analysiert, vielversprechende Stellen gesichtet und der Mitarbeiter optimal auf die Bewerbungssituation vorbereitet. Je nach Wunsch kann die Begleitung sogar bis zum Eintritt in das neue Beschäftigungsverhältnis andauern.

Ob das Ziel eine Festanstellung oder eine Selbstständigkeit ist, entscheidet der Kandidat.

An wen richtet sich eine Outplacementberatung?

Eine Outplacementberatung spricht Menschen an, die sich einer ungewollten beruflichen Veränderung ausgesetzt sehen. Was im ersten Moment beängstigend scheinen kann und häufig zu Ärger oder Wut führt, wird durch eine Outplacementberatung abgemildert. Die ausscheidenden Mitarbeiter bekommen eine neue Perspektive und Chancen aufgezeigt. Sie erhalten durch eine persönliche und gezielte Betreuung einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Mitbewerbern.

Das Ziel eines Outplacements ist die erfolgreiche Neuorientierung durch eine gezielte und optimale Platzierung.

Was ist der Unterschied zwischen Outplacement und Newplacement?

Neben dem Begriff Outplacement findet man neuerdings auch immer häufiger den Begriff des Newplacements. In Ausrichtung und Ablauf gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Outplacement und Newplacement. Beiden zugrunde liegt das Ziel, durch eine umfassende Beratung die Möglichkeit einer beruflichen Neuorientierung nach einer betriebsbedingten Kündigung zu schaffen.

Headhunter – was ist das eigentlich?

Streng genommen bedeutet Headhunter übersetzt, dass jemand „Köpfe jagt“. Was im Wilden Westen noch zutreffend war, bedeutet in der heutigen Zeit und im beruflichen Umfeld, dass ein Unternehmen einen Headhunter engagiert, damit dieser sich auf die Suche nach einer geeigneten Person für eine vakante Position begibt. Dabei werden konkrete Voraussetzungen und Wünsche vom Unternehmen vorgegeben, die die gesuchte Person mitbringen muss.

Der Headhunter erstellt zuerst ein Profil, welches zu dem Unternehmen und der zu besetzenden Stelle passt. Fähigkeiten, Kenntnisse oder Stärken spielen dabei eine wichtige Rolle. Über verschiedene Plattformen und bestimmte Datenbanken sichtet der Headhunter die dort gelisteten Personen, überprüft deren Stärken und das Stellenprofil und tritt direkt mit dem potenziellen neuen Mitarbeiter in Kontakt, was man auch Direct Search nennt.

Ist ein geeigneter Kandidat gefunden, erfolgt meist ein Interview, in dem der Headhunter die erforderlichen Qualifikationen und Voraussetzungen betrachtet. Passt das Bild mit der vakanten Stelle des Unternehmens zusammen, wird der Kandidat dem Unternehmen vorgeschlagen.

Die Entscheidung, einen Kandidaten wirklich einzuladen, obliegt dabei allein dem Unternehmen.

Wer gehört zur Zielgruppe von Headhuntern?

Man hört zunehmend den Ausspruch, dass gutes Personal immer schwerer zu finden ist. Mit klassischen Stellenausschreibungen gelingt es nicht mehr so leicht, mit genau den Menschen in Kontakt zu treten, die für das Unternehmen interessant sind. Mögliche Kandidaten befinden sich häufig in einer Festanstellung und sind nicht verfügbar. Der Headhunter sucht genau nach diesen Fachkräften und vermittelt zwischen ihnen und dem Unternehmen.

Für die Firmen besteht der Vorteil darin, dass der Headhunter nicht nur geeignete Kandidaten ausfindig macht, er bringt auch Firma und Bewerber zusammen.

Nicht selten entsteht die Bereitschaft zu einem beruflichen Wechsel erst dadurch, dass die Vorzüge im neuen Unternehmen größer wiegen als die Annehmlichkeiten in der aktuellen Anstellung.

Welche Vorteile ergeben sich aus einem Headhunting?

Die Vorteile liegen ganz klar bei dem beauftragenden Unternehmen. Der Headhunter begibt sich auf die Suche, übernimmt eine Vorauswahl und erleichtert somit dem Unternehmen, mit geeigneten Kandidaten in Kontakt zu treten. Im Zuge des Facharbeitermangels kann ein Unternehmen mit der sogenannten „Post and Pray“-Methode nicht mehr die Stellen besetzen, die vakant sind. Wo es früher ausreichend war, Stellenanzeigen zu schalten und für den passenden Kandidaten „zu beten“ (daher das Pray), genügt das heute bei weitem nicht mehr. Für ein Unternehmen ist die Beauftragung eines Headhunters zeitsparender und effektiver.

Aber auch für den Bewerber kann dieser Weg Vorteile bieten. Er bekommt neue Möglichkeiten aufgezeigt und hat die Chance, sich in einem neuen Unternehmen weiterzuentwickeln.

Wir helfen Ihnen, die richtigen Schritte zu tun.

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